Eine kleine innere Reise – Bilder im Kopf, die sich sicher anfühlen dürfen.
Geführte Imagination aus der Tagesklinik: vertraute Bilder, ruhige Stimme, klare Ausstiege.
Worum es geht
In der Imagination folgst du einer ruhigen Geschichte – zum Beispiel einem Weg durch eine Landschaft oder einer Fahrt über das Wasser.
Dein Körper bleibt hier, aber deine Aufmerksamkeit darf an einen Ort wandern, der sich sicherer oder weiter anfühlt.
Du kannst die Bilder so verändern, wie es für dich passt. Wenn etwas nicht gut ist, lässt du es weg, tauschst es aus oder öffnest einfach die Augen.
Mein Anker
„Diesen Ort trage ich in mir.“
Vielleicht ist es eine Farbe, ein Geräusch oder ein Satz, der dich an deinen inneren sicheren Ort erinnert.
So kannst du starten
Such dir einen halbwegs ruhigen Ort – es muss nicht perfekt still sein.
Mach es dir im Sitzen oder Liegen bequem. Handy auf lautlos, wenn möglich.
Überlege kurz: Möchtest du heute eher eine Wald‑/Landschaftsreise oder lieber Meer/Boot/Insel?
Lass die Stimme führen. Wenn Bilder auftauchen, darfst du sie anpassen; wenn nichts auftaucht, ist das auch in Ordnung.
Wenn du merkst, dass du „wegdriftest“ oder dich unwohl fühlst: Augen öffnen, im Raum orientieren, tief durchatmen.
Du bestimmst das Tempo. Du kannst die Übung jederzeit unterbrechen oder nur einen Teil anhören.
Kleine Erinnerung
Es gibt kein „richtiges“ Bild – dein innerer Ort darf genau so sein, wie er jetzt entsteht.
Du darfst jederzeit die Augen öffnen, die Aufnahme stoppen oder etwas im Bild verändern.
Am Ende einen Moment Zeit nehmen: Wie fühlt sich dein Körper an? Was nimmst du aus der Reise mit?
Manchmal hilft es, nach der Übung ein Wort oder eine kleine Skizze zu deinem inneren Ort zu notieren.
Geführte Imagination
2 Szenarien · ruhige Studio-Stimme
Bereit zum Starten…
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Tipp: Wenn die Imagination zu lebhaft wird, kannst du die Augen öffnen, aufstehen, etwas trinken oder kurz aus dem Fenster schauen.
Noch wichtig zu wissen
Was, wenn ich nichts „sehen“ kann?
Das ist völlig in Ordnung. Manche Menschen nehmen eher Gefühle, Körperempfindungen oder einzelne Wörter wahr.
Alles davon zählt als Imagination.
Was, wenn unangenehme Bilder auftauchen?
Du darfst die Geschichte jederzeit verändern: ein anderes Bild wählen, einen sicheren Ort einbauen oder die Übung stoppen.
Orientiere dich im Raum und komm in dein Hier und Jetzt zurück.
Ersetzt Imagination eine Therapie?
Nein. Imagination kann stützend sein, ersetzt aber keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Wenn dich Bilder stark belasten, sprich bitte mit deinem Behandlungsteam.